Jeep laden mit PV-Insel-Anlage

Feiertag?
  • LiTime hat regelmäßig generalüberholte Batterien mit 5J Garantie im Angebot. Alternativ gibt es diverse andere Anbieter, z.B. Redodo. Wenn man's komplett günstig machen will, sind auch Akku-Packs aus China mittlerweile sehr leicht zu bekommen - das setzt dann aber deutlich höhere Elektrotechnik-Kenntnisse und Equipment voraus.

    Die 200 Ah sind fürs Gesamtbudget tatsächlich etwas optimistisch und nur im Sonderangebot zu finden - wobei 1.500 € nur mit goldenen Polen erklärbar wird - 100 Ah (2,5 kWh) für +- 350 € ist Massenware.


    An der Stelle muss man natürlich nachdenken, ob man die günstigsten Batterien nehmen möchte. Die Zellen im Inneren der teureren Modelle sind aber sehr wahrscheinlich auch die gleichen, die du aus China importieren könntest.


    Da fehlt aktuell auch komplett die Betrachtung, ob die Anlage frostfrei steht oder ggf. beheizt werden muss.


    Beim Wechselrichter würde ich z.B. in Richtung Renogy schauen. Da gibt es den 3 kW Hybrid-Wechselrichter aktuell für unter 400 €, ggf. gibt es immer mal "B-Ware" deutlich günstiger. Alternativ genügt für deine Zwecke aber auch jeder einfache Wechselrichter aus dem Camping-/Wohnmobilbereich (150-200 €) + separaten MPPT-Laderegler (da ist dann selbst Victron erschwinglich).

    Generell kann man sich die komplette Auswahl an Komponenten und Schaltpläne aus dem Bereich "Vanlife" holen und bei einer einfachen 12 V Installation bleiben. (das stellt wiederum höhere Anforderungen an das BMS, weil sonst im Zweifel wieder bei 1.2 kW Schluss ist)


    Bei PV bist du bei JA Solar o.ä. fürs bifaziale Modul (450 Wp) mit unter 60 € dabei.


    Einen 2-poligen Trennschalter für die PV-Module, eine Sicherung zwischen Batterie und Wechselrichter, ein paar Meter Kabel (abhängig von der Installation) - ist am Ende alles für unter 100 € zu haben.


    Passendes Werkzeug ist Voraussetzung. Ebenso sollte klar sein, dass hier einige Stunden Vorbereitung und Recherche Pflicht sind, wenn man das noch nie gemacht hat. So kleine, autarke Projekte eignen sich aber perfekt für den Einstieg in die Materie.

  • Ihr wisst aber schon das ihr bei Import von chinesischen Akkus als Hersteller geltet mit allen Rechten und Pflichten?

    Wenn euch da einer abbrennt dann wird die Feuerversicherung sich mit der Zahlung aus der Affäre ziehen.

  • Ein erste Rückmeldung.


    Ich habe schon mal eine ähnliche Inselanlage "gebaut". Damals ging es um einen Pferdestall ohne Elektro- und Wasseranschluss. Mit Panels, Blei-Gel-Batterien, einem STECA-Laderegler und einem Spannungswandler konnten ein paar Kilometer Wiederzaun, Wasserpumpe etc. ganz gut und auch im tiefsten Winter zuverlässig betrieben werden.


    Das wollte ich ehrlich gesagt nicht mehr, da vor allem der Spannungswandler immer sehr "warm" wurde und ich für den geplanten Dauerbetrieb eher eine professionelle, integrierte Lösung möchte.


    Kurzum, hab nun das Anker Solaris-Paket bestellt (gibt gerade günstige Angebote) und bin gespannt ob/wie es funktioniert. (Hätte dann noch eine andere Verwendung falls das nicht klappt). Werde berichten...

    Ja: Jeep Renegade 4Xe Upland 240PS
  • So, nun ein Update:


    Die Anlage wurde mit ziemlicher Verzögerung geliefert:



    Zwei Panels sind installiert und laden die Batterie:



    Für den PoC schnell mal eine Kabeltrommel genommen, die Ladestufe 1 im Auto ausgewählt und angesteckt:



    Und... langsam, aber sicher lädt er.


    Die mitgelieferten Panels sind der absolute Wahnsinn: Die liefern (bei nicht optimalen Bedingungen) laut App fast 1000 Watt, so dass die Batterie trotz der Leistungsentnahme auch noch weiter geladen wird!


    Ich lass das Ganze mal ein bisschen laufen, mal sehen wie sich das "System" verhält.


    Wenn alles gut läuft, dann wird die Verkabelung professionalisiert und vielleicht probiere ich mal auch die Ladestufe 2 aus.

    Ja: Jeep Renegade 4Xe Upland 240PS
  • Update:


    Heute früh, um 05:41 hat der Renni gemeldet, dass seine Batterie voll ist. Also in knapp 17h war das Werk vollbracht.


    Trotz der geringen Ladeleistung (es war ausgangs noch etwa 5% Rest in der HV-Batterie) ist das natürlich etwas lang. Die Ursache meine ich gefunden zu haben:

    In der App kann man nur eine "Entladeleistung" einstellen. Diese steht als Standard auf nur 200 Watt. Ich war der Meinung das bezieht sich auf die Netzeinspeisung und nicht auf die Notstromsteckdose. Tatsächlich bezieht es sich aber auf beide, das heißt, dass auch die Notstromsteckdose nur 200 Watt liefert.

    Ich hatte diese dann mal testweise auf 500 Watt gestellt und schon gings vorwärts. Für die Nacht hab ich es wieder auf den Standard zurückgesetzt.


    Nach dem letzten Firmwareupdate kann man die Entladeleistung auf 1200Watt(!) stellen. Dies wäre für eine Einspeisung ins Hausnetz zu viel (es sind ja nur 800 Watt erlaubt), aber für mich natürlich gut.


    Wie Toy schon richtig bemerkte, nimmt der Ziegelstein was er bekommt und gibt das weiter, auch wenn es nur 200 Watt sind.


    Folglich werde ich in nun die Ladestufe 2 am Renni einstellen (damit das Fahrzeug mit mehr als 700 Watt geladen werden kann) und die Entnahme hochdrehen. Dann müssten sich die Ladezeiten stark verkürzen.


    Aber erstmal die Kabeltrommel abbauen und durch eine "richtige" Verkabelung ersetzen.


    Und ja, mir ist klar, dass die Anker-Speicherkapazität nur 2,7 KWh ist und das natürlich allein nicht ausreicht. Vielleicht kauf ich mir doch noch das Erweiterungsmodul. Denn wenn die nächsten beiden Panels angeschlossen sind, können diese mit bis zu 2000 Watt die Batterie laden. Da wäre in der aktuellen Konfiguration der Speicher bereits nach 1,5h voll... 8)

    Ja: Jeep Renegade 4Xe Upland 240PS
  • Wenn Du keine Verbindung zum Stromnetz hast, hast Du ein IT-Netz.

    Da brauchst Du keine Schutzerdung.

    Allerdings benötigst Du ein Schutzorgan/Sicherung, das in dem Wechselrichter eingebaut sein kann oder auch extern. Eigentlich ist deine Inselanlage wie ein Generator. Auch da muss eine Erdung genutzt wird.


    Übrigens ist der Nullleiter bzw. Neutralleiter keine „Erdung“

  • Die Anker Solix hat einen extra Erdungsanschluss (sowie auch alle Solarmodule). Die Solarmodule sind via Metallhalterung mit dem "Blech" Garagendach verbunden. Dies sollte geerdet sein.


    Die Anker Box habe ich tatsächlich noch nicht extra geerdet.


    Bzgl. der Erdung von Balkonkraftwerken gibt es leider sehr viel unterschiedliche Aussagen/Meinungen. Manche gehen davon aus, dass die Erdung prinzipiell bereits über die Stecker-Verbindung mit dem Stromnetz hergestellt wird. Manche sagen, dass wg. der geringen Spannungen (< 120V) gar keine Erdung notwendig ist. Und manche wollen mind. 6 mm² Querschnitt.


    Anker schreibt in seiner Anleitung z.B. von einem PE (protective earthing)-Querschnitt von 1mm². Das ist m.E. schon sehr wenig.


    Da meine Anker recht nahe am Blechdach positioniert ist, werde ich hier noch eine Verbindung herstellen. Prinzipiell sollte ja alle Balkongitter/Heizkörper etc. auch geerdet sein.


    P.S.:

    Wenn mich nicht alles täuscht sind Erdung (üblicherweise gelb/grün) und Nullleiter (üblicherweise blau) zwei unterschiedliche "Themen" (EDIT: Peruna war schneller)

    Ja: Jeep Renegade 4Xe Upland 240PS
  • PE ist grüngelb. Das hat nichts mit mit Schutzpotentialausgleich zu tun.

    Als Faustregel: alles was den Mensch schützt, grün-gelb, alles was das Gerät schützt schwarz, bzw. jetzt rosa 🙈


    Deine Module die auf dem Dach sind am Dach geerdet. Ist aber das Dach selber geerdet? Sonst ist das nichts mit Erdung. Dann bräuchtest du einen Tiefenerder an der Garage.


    Alle Stromführenden Geräte müssen verbunden sein, dh das Dach mit den Modulen, dem WR und dem Speicher. Da reicht schwarz 6qmm. Ich nehme da schwarze PV-Leitung. Das nennt sich „Potentialausgleich“ Ausgleich deswegen damit es keine Ausgleichsströme gibt zwischen den Geräten und diese zerstört. Das ganze System muss nicht unbedingt geerdet sein mit dem Fundamenterder, aber untereinander schon. Übrigens schon ab 120 VDC und 60V AC. Machs einfach, das schützt die Geräte.


    Zusätzlich soll man die Stringleitungen beim Durchgang ins Haus (nach der ersten Wand/Sparren) mit einem Überspannungsschutz versehen, der dann mit dem Fundamenterder verbunden ist. Und nicht erst im Keller. Bei der Garage gilt das auch. Schützt bei Induktiver Überspannung die Geräte.

  • PE ist grüngelb. Das hat nichts mit mit Schutzpotentialausgleich zu tun.

    Als Faustregel: alles was den Mensch schützt, grün-gelb, alles was das Gerät schützt schwarz, bzw. jetzt rosa 🙈

    Vielleicht geraten wir nun etwas Off-Topic, aber ich denke es ist allgemein interessant:


    Für die Kabelfarben habe ich das als Quelle:


    Stromkabelfarben von Nullleiter bis Phase & Blau bis Braun | Bosch DIY
    Wir erklären Stromkabelfarben und welche Funktion Neutralleiter, Außenleiter und Erdung haben. Viele Infos und Tipps – auch zu Altbauleitungen!
    www.bosch-diy.com


    Schutzleiter (PE), Erdung gelb-grün. Alle "Drähte" bei mir im Haus die auf die Potentialausgleichschiene gehen, sind gelb-grün. Diese Potentialausgleichsschiene ist mit dem Fundamenterder im Haus verbunden.


    Wenn - nach meinem Verständnis - der Widerstand zwischen Blechdach und Potentialausgleichsschiene nahezu 0 Ohm (oder halt zumindest nicht "unendlich") wäre, dann wären diese verbunden, damit Potentialausgleich und Erdung erledigt.


    Was Du mit dem "rosa" (oder pink) meinst ist wahrscheinlich der Funktionspotential-Ausgleichsleiter. Dieser sollte mit 4 bzw. 6 mm² ebenfalls mit der Potentialausgleichschiene verbunden werden.


    Aber in der Betriebsanleitung der Anker Solix steht weder was von dieser Art des Potentialausgleichs, nur von Erdung und der geforderte Querschnitt von 1mm² passt auch nicht (aber auch nicht zu einem "Erdungsverbinder")



    Spannend, oder?


    P.S. Schwarz bzw. Braun sind für mich immer spannungsführende Kabelfarben, aber so wie ich es verstanden habe, wird im Außenbereich Gelb-Grün wg. UV-Unbeständigkeit nicht eingesetzt.

    Ja: Jeep Renegade 4Xe Upland 240PS

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