Beiträge von Peter_X4e

Feiertag?

    Möglichweise sind bei GWM (Ora) viele Händlerzulassungen dabei, denn ich habe mal kurz in eine Gebrauchtwagenbörse nach Ora geschaut:

    Da war nahezu jede Anzeige mit "Vorführfahrzeug" oder "Tageszulassung" markiert. Machen aber natürlich nicht nur die Chinesen so.


    Wir werden sehen, ob das so bleibt. MG ist z.B. bei den Vermietern sehr beliebt, vielleicht hilft dieses Konzept der Markteinführung (falls es das ist) später bei den privaten Zulassungen.

    Um die das theoretische Potenzial von 5000TWh zu erreichen wären über 500 000 Windräder nötig. Es wird also eine Theorie bleiben.

    Aber nein:


    z.B.: Die Windturbine „V236-15.0 MW“ - hat eine jährlichen Stromproduktion von bis zu 80 Gigawattstunden (https://goingreen.ran.de/windk…gt-eigentlich-ein-windrad)


    5000 TWh / 80 GWh = 62.500 und nicht 500.000! Klingt am Anfag nach viel, aber "nur" das doppelte der deutsche Onshore-Anlagen (siehe oben). Und wir haben in den letzten Jahren nicht wirklich viel zugelegt => Potenzial.


    Um Chile mit 100% erneurbaren Energien zu versorgen wären 4000-5000 neue Windräder nötig.

    Ja und wo ist das Problem?


    Wir haben selbst in Deutschland schon fast 30.000 Anlagen (da zählen zugegebenermaßen auch kleine mit) und das nur Onshore! Die Zukunft liegt sicher eher Offshore und Küste hat Chile ebenso im Überfluss.


    Zitat:

    "Im Jahr 2021 befanden sich in Deutschland 28.230 Windenergieanlagen an Land. Die sogenannten Onshore-Windenergieanlagen waren überwiegend in Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zu finden."



    Ist gar nicht nötig, denn da steht das was ich immer kritisiert habe und du immer ignoriert hats. Zunächst braucht man regenerativen Strom.

    Das habe ich nie ignoriert, im Gegenteil ständig drauf verwiesen, dass wir selbst in Deutschland oftmals sogar zu viel regenerativen Strom haben und wir noch lange nicht das Potenzial gehoben haben.


    Nur auf Chile und nur auf via Windturbine erzeugten Strom bezogen!:

    Das theoretische Potenzial des Windstroms beträgt laut Medienberichten rund 5.000 Terrawattstunden im Jahr. Das Land verbraucht nur etwa 80 Terrawattstunden.


    https://www.deutschland.de/de/…roduktion%20von%20Siemens.

    Noch eine Ergänzung:


    Zitat:


    Der Aufbau einer umfangreichen eFuel-Produktion in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren ist somit von entscheidender Bedeutung zur Erreichung der Klimaziele. Dabei ist das Fahren mit eFuels langfristig und steuerbereinigt unter dem Strich billiger als ein Elektroauto zu fahren.


    FVV Studie
    FVV-Kraftstoffstudien zu eFuels auf den Punkt gebracht FVV-Studie: eFuels spielen eine entscheidende Rolle, um die Klimaziele zu erreichen Was ist eigentlich…
    www.efuels-forum.de


    Das ist selbst für mich starker Tobak, habe aber zugegebenermaßen die Studie noch nicht ausgewertet :)

    Ich habe geglaubt, dass mehrfach nachvollziehbar dazulegen, scheinbar nicht mit durchschlagenden Erfolg,


    Ich versuch´s ein letztes Mal und lass daher andere sprechen:


    Zitate:

    • E-Fuels können bei Bestandsfahrzeugen einen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten
    • Wasserstoff und alle auf Wasserstoff basierenden E-Fuels können im Prinzip in beliebiger Menge hergestellt werden und verbrennen im Vergleich zu herkömmlichem Benzin und Diesel recht sauber. Und sie sind auch in Bestandsfahrzeugen, also Benzin- und Diesel-Pkw einsetzbar, wie Messungen des ADAC inzwischen belegen.
    • Zunächst braucht man regenerativen Strom. In Deutschland bietet sich insbesondere überschüssiger Wind- oder Solarstrom an, den das Netz nicht aufnehmen kann. Die Herstellung großer Mengen an E-Fuels wird aber eher in sonnen- und windreichen Regionen in der Welt angesiedelt werden. Mit diesem regenerativen Strom wird Wasser per Elektrolyse in Sauerstoff (O₂) und Wasserstoff (H₂) gespalten – das ergibt als ersten Grundstoff Wasserstoff.
      Im zweiten Arbeitsschritt wird dieser Wasserstoff mit Kohlendioxid (CO₂) verbunden, das zum Beispiel als Abfallprodukt aus anderen industriellen Prozessen abfällt oder aus der Umgebungsluft extrahiert wird. Mögliche Endprodukte sind synthetischer Diesel, synthetisches Benzin und synthetisches Kerosin.


      Quelle:

    Synthetische Kraftstoffe
    Sind synthetische Kraftstoffe, E-Fuels, Power-to-X Alternativen zu Benzin und Diesel?
    www.adac.de


    Besser kann auch ich es nicht zusammenfassen. Das das Verfahren aktuell noch nicht besonders effizient ist, habe ich nie bestritten. Aber das waren Batterien zu Beginn der Elektromobilität auch nicht (Stichwort Reichweite) und nun sind wir bei fast 1000 km!

    Du machst einen Überlegungsfehler. Wenn man den Ausbau von Wind und Solar für eFuels verwendet statt die (lokale) Stomversorgung sauberer zu machen spart man kein CO2 ein.

    Nein, ich mache keinen Überlegungsfehler.

    Man verwendet nicht (an)statt, sondern schafft zusätzliche Kapazitäten. Denn Chile hat hier viele ungenutzte Ressourcen.


    Vielleicht hilft auch dieser Artikel: https://www.springerprofession…gen-fuer-e-fuels/25206304

    Viele Grüße aus München,


    ebenfalls Renegade 4Xe Upland in Schwarz. Ich muss also zukünftig immer genau aufs Kennzeichen schauen :)


    Hat Deiner die Parksensoren? Bei mir waren die ja nicht lieferbar und ich vermisse Sie beim Einparken sehr...

    Ich denke so wird es laufen, aber sie könnten natürlich auch den Sprit für die Tanker herstellen.


    Lasst mich raten, weil das zuende zu spinnen geht mir nicht mehr aus dem Kopf: die eFuel Suppe wird dann mit Tankschiffen die Schweröl verfeuern nach Europa gekarrt........ :/

    Nein, natürlich nicht.


    Wir haben bereits nur in D bereits haufenweise Raffinerien und Produktionsstätten für Benzin/Diesel/Ethanol etc. mit enormen Kapazitäten. Es wäre wirklich auch da kein Problem diese Standorte umzurüsten. Denn Benzin sollen sie ja nicht mehr herstellen. Außerdem hat keiner gesagt, dass alle Fahrzeuge sofort auf pures E-Fuel umsteigen müssen, eine Beimischung wäre ein erster Schritt.


    P.S. Der größte Wahnsinn ist wo wir aktuell unsere Kohle beziehen, da regt sich komischerweise keiner darüber auf...

    Porsche will in Chile bis 2026 55 Millionen Liter eFuel pro Jahr Produzieren.

    Alleine um den Bedarf von Deutschland zu denken müsste Porsche(oder sonst wer), je nach Menge der Verbrenner die Produktion um das 100 - 500 fache steigern. Es sollte jedem klar sein dass das utopisch ist.

    Da bist Du um den Faktor 10 zu niedrig:


    Zitat

    "Derzeit gibt es weltweit eine Vielzahl von Projekten zur Herstellung von E-Fuels deren Markthochlauf unmittelbar bevorsteht. Große Spieler auf diesem Feld sind beispielsweise Mabanaft, Porsche und HIF, die gemeinsam in Chile derzeit Produktionskapazitäten von bis zu 500 Millionen Liter E-Fuels pro Jahr umsetzen."


    Wie werden E-Fuels hergestellt? - eFUEL-TODAY
    Darum sind E-Fuels heute so relevant Die Gestaltung einer nachhaltigen Energieversorgung und einer nachhaltigen Mobilität ist wohl eine der größten Aufgaben,…
    efuel-today.com


    Ergänzung:

    "Für das Jahr 2026 wird erwartet, dass in Punta Arenas 55 Millionen Liter und schon zwei Jahre später die zehnfache Menge Kraftstoff produzieren wird."


    eFuels: Kraftstoff neu gedacht
    Ein Blick hinter die Kulissen bei der Eröffnung der Pilotanlage Haru Oni zur Produktion von eFuels in Chile.
    newsroom.porsche.com


    Baubeginn für weltweit erste integrierte kommerzielle Anlage zur Herstellung von eFuels
    Der Sportwagenhersteller Porsche und Siemens Energy errichten in Punta Arenas in Chile gemeinsam mit einer Reihe von internationalen Unternehmen eine…
    newsroom.porsche.com



    Und das ist nur in Chile! Es ist überhaupt nicht utopisch, sondern relativ einfach machbar.

    Bestimmt gibt es Fortschritte, aber BMW kommt ohne seltene Erden aus weil sie keine Motoren mit Permanentmagneten (Neodym) verwenden. Was genau die Vorteile sind weiss ich nicht nur das man Permanentmagnetmotoren nicht ausschalten kann.

    Hier ein, wie finde, recht informativer Artikel dazu:


    BMW wechselt mit dem iX3 sein E-Motorenkonzept - AUTO BILD
    Die deutschen E-Pioniere bei BMW starten die fünfte Generation ihrer E-Motoren mit dem iX3. Das ändert sich zu den Vorgängermotoren.
    www.autobild.de



    Der ist vielleicht sogar noch besser (und aktueller):


    Strom erregt: BMWs fünfte E-Motoren-Generation für Elektroautos
    BMW setzt in der fünften Generation ihrer E-Motoren auf Fremderregung. Welche Vorteile hat diese Technik für Hersteller und Kunden?
    www.heise.de

    . Ich meine, es würde mehr Sinn machen, statt in eFuels mehr in Wasserstoff Brennstoffzellen als Ergänzung zu entwickeln.

    Wasserstoff hilft uns leider nichts im Bestand, und zudem wird es Wasserstofffahrzeuge im PKW-Bereich nicht so bald (in spürbarer Anzahl) geben.


    Und ob Wasserstoff im PKW-Bereich überhaupt eine Zukunft hat scheint extrem unsicher, Mercedes hatte bereits 2007 auf der IAA den "fertigen" B-Klasse präsentiert (davor schon viel Studien z.B. auf Basis des seligen MB 100). Ich war da und die Leute waren extrem überzeugt von ihrem Fahrzeug. Ist bloß 16 Jahre her...


    Selbst wir in D schaffen es ja nicht eine Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen. Die südlichen Europa-Länder bekommen es mit der E-Ladeinfrastruktur noch nicht mal "gebacken", wie sollen das erst noch andere Länder schaffen?


    Also führt m.E. nichts an einem Ersatzstoff vorbei der einfach zu handeln ist => E-Fuels. Wenn dann noch das für die Produktion benötigte CO2 aus der "Luft" entnommen werden kann, haben wir vielleicht sogar noch eine weitere Win-Win Situation.

    Mit eFuels Erdöl ersetzen könnte eine unlösbare Aufgaben sein.

    Komplett ersetzen höchstwahrscheinlich nicht. Aber zusammen mit anderen Energieträgern (Wasserstoff [ich weiß, auch sehr energieintensiv]), Ethanol, etc. wäre es eine Möglichkeit den Ölbedarf stark zu reduzieren.


    Und, für mich der größte Vorteil, ist die komplette Infrastruktur für die Versorgung/Lagerung bereits vorhanden.


    Zudem glaube ich, dass der Energiebedarf für die Produktion noch enorm sinken wird. Bestes Beispiel sind die Fortschritte in der Batterietechnik in den letzten Jahren. Diese extremen Sprünge in kurzer Zeit sind für mich ein Beispiel, wenn man nur den Fokus auf ein bestimmtes Thema setzt, können Möglichkeiten besser ausgeschöpft werden.

    Nein, abstellen würde man sicherlich nicht.


    Die Anlagen anzupassen ist kein Problem, das können die heutigen, vergleichbaren Chemiewerke sehr gut, denn die passen sich auch der aktuellen Energielage (eher den Preisen :) ) sehr dynamisch an...


    E-Fuels bieten die Möglichkeit bei überflüssigen Strom nicht die Windräder/PV-Anlagen abstellen zu müssen, sondern würden zudem noch das Energiespeicherproblem "lösen" (Natürlich nicht gänzlich). Letztlich ist Öl/Benzin auch nichts anders als ein Energiespeicher.


    E-Fuels wären dann praktisch der Energiespeicher, nach dem wir suchen. Aktuell liefern wir Strom für einen Pumpspeicher in Norwegen(?!)

    Man glaubt es nicht, aber selbst in Deutschland haben wir auch mal zu viel Strom, z.B.:


    Windräder stehen oft still, obwohl viel Wind weht – Warum?
    Windräder stehen oft still. Der Grund ist absurd: Sie erzeugen zu viel Strom. Das überlastet die Netze.
    www.agrarheute.com


    Mein Freund arbeitet bei Tennet (https://www.tennet.eu/de) und bestätigt, dass wir die Abnahme von überflüssigen Strom bezahlen müssen!



    Artikel ist von 2020 und aktueller den je, denn wir haben in D in den letzten Jahren massiv (vor allem Photovoltaik) aufgebaut.


    Die Stadtwerke München haben dazu veröffentlicht:

    Im Jahr 2022 haben wir bereits 6,3 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom produziert – das entspricht rund 90 Prozent des Münchner Verbrauchs.


    https://www.swm.de/energiewende


    Zugegebenermaßen nicht unbedingt im Münchner Stadtgebiet produziert ;)


    Es ist und bleibt die Problematik, dass wir diese Energie besser speichern und verteilen müssen, aber an sich hätten wir Strom in "Hülle und Fülle".

    Das ist ja schön und gut nur ändert das nicht am schlechten Wirkungsgrad von eFuels. Bei der Herstellung von eFuels verliert man etwa 60% der aufgewendeten Energie, beim Verbrennen in Autos verliert man nochmals etwa 70%.

    Es gibt sicher Bereiche wo eFuels sinn machen, aber warum sollte man einen Verbrenner-PKW mit eFuels betreiben und dabei mindestens 5 mal so viel Strom verbrauchen als wenn man direkt mit Strom fährt?

    Um einen Liter eFuel herzustellen und an die Tankstelle zu transportieren benötigt man etwa 20kWh. Damit fährt ein Elektroauto 100km.

    Da hast Du sicherlich recht, der schlechte Wirkungsgrad ist nicht gerade die Empfehlung für E-Fuels. Aber man geht davon aus, dass Energie durch Nutzung von solaren Energiequellen oder auch Geothermie - mehr oder weniger - im Überfluss zur Verfügung steht.


    Die größere Herausforderung ist die Decarbonisierung und diese könnte man auch im Altbestand(!) bereits mit einer Beimischung von E-Fuels erreichen. Zusätzlich verbrennen E-Fuels wesentlich schadstoffärmer, es gibt ja nicht nur CO2.


    Prinzipiell ist das ja schon (viel weniger energieintensiv) mit E5 und E10 der Fall, dass wir fossile Brennstoffe substituieren, aber diese sind wg. der Konkurrenz zu Nahrungsmitteln ja auch nicht optimal.