Beiträge von Toy

Feiertag?

    Wenn das die erste Inspektion war, dann muss die doch über Jeep Wave abgedeckt sein. Wieso stellt dir der eine Rechnung aus?


    Generell ja, der Service bei Jeep ist so teuer, deswegen würde ich da ein Wartungspaket buchen. Da drüber können die Werkstätten nur reale Preise abrechnen und keine Mondpreise, wie sie dem Kunden in Rechnung gestellt werden.

    Das Geld für die Tickets ist nicht das Problem. Wenn man es richtig anstellt, bekommt man ein Jahresticket für $50,-. Selbst wenn die Tickets kostenlos wären, brauchen die freien Werkstätten immer noch teure Diagnosegeräte, die mit dem SGW und den Token umgehen können. Dazu kommt das umständliche Handling mit permanenter Online-Verbindung. Unterm Strich keine akzeptable Lösung, womit man im Werkstattalltag leben kann. Erst recht nicht, wenn zig Hersteller unterschiedliche Suppen kochen. Einzig brauchbare Lösung ist der freie Zugang über den OBD-Port wie eh und je. Dazu muss „nur“ der OBD-Port hinter das SGW verlegt werden. Bei neuen Fahrzeugen sicherlich kein Thema, aber für alles was gerade mit SGW rumfährt einen ziemliche Katastrophe.

    Ein paar News zum Thema gibt es: Stellantis glaubt, in weniger als 1% der 4xe Wrangler sind fehlerhafte Batterien eingebaut. Es gibt daher erst mal ein Software-Update, damit die On-Bord Diagnose den Batteriefehler erkennen kann. Wird der entsprechende Fehler erkannt, erfolgt ein Tausch der HV-Batterie.

    Pressemeldung von Stellantis


    Ich habe gerade in der Service Library nachgesehen, dort wird der Recall auch mit Status „International“ gelistet. Damit sind auf jeden Fall auch Fahrzeuge außerhalb der USA dabei. Ob die Euro-Wrangler auch dabei sind, kann ich noch nicht herauslesen. Da müssen wir mal abwarten, was die VIN Abfragen in den nächsten Tagen an Treffern liefern.

    Der Recall scheint heute erst ausgerufen worden zu sein, bisher noch keine Details verfügbar. Jeep rät allen Besitzern, bis zur Reparatur das Auto nicht zu laden und abseits von Gebäuden und Fahrzeugen zu parken. Die Autos dürfen aber weiterhin gefahren werden. Betroffen sind alle Wrangler 4xe von MY21 bis MY24, USA und weltweit. Start der Aktion ist im 1. Quartal 2024.

    Zitat von Jeep US

    SAFETY RECALL: B9A

    Stellantis is recalling an estimated 32,125 U.S.-market plug-in hybrid SUVs to resolve a potential fire risk. This recall affects certain model-year 2021-2024 Jeep® Wrangler 4xe SUVs. No other Wrangler models are affected.


    The vehicles may be driven. However, the Company is advising owners to refrain from recharging these hybrid vehicles, and to park them away from structures and other vehicles, until they are remedied.

    Schön, heißt das jetzt, dass Stellantis für die bereits verkauften Modelle mit SGW ein Update bereitstellen muss, damit ich als normalsterblicher mit meinem TEXA Diagnose Gerät wieder zugreifen kann und den Service zurücksetzen kann ?

    Theoretisch erst mal ja. Ob das aber bei bestehenden Modellen so ohne weiteres umsetzbar ist, wage ich zu bezweifeln. Der Schwachsinn, den FCA da gebaut hat, ist nicht das SGW selbst, sondern der Umstand, dass der OBD Port vor das SGW gesetzt wurde. Wenn man jetzt die Firewall aufweicht, öffnet man auch wieder Manipulationen von außen Tür und Tor. Die Verkabelung im Fahrzeug müsste so geändert werden, dass der OBD Port hinter das SGW gelegt wird, somit kann die Firewall alles was von außen über das TBM reinkommt weiterhin blocken. Das ist aber dann eine Hardwareänderung, mit einem Softwareupdate ist es nicht getan. Alles andere wäre nur eine halbgare Lösung.

    So ist es, das System sendet seinen aktuellen Status nur beim Abstellen des Fahrzeugs in die Cloud, Echtzeit-Daten gibt es nicht. Anders kann es aber auch nicht gehen, sonst könnten die Steuergeräte nie in den Schlafmodus gehen, der Stromverbrauch im Ruhezustand wäre damit gigantisch groß.


    In deinem Fall kann auch bisher gar keine Aktualisierung stattgefunden haben, weil das Auto wegen dem ESL gar nicht hochgefahren werden kann. Insofern steht das alles statisch.

    Die Meldung von der 12V Batterie kam doch erst, nachdem das Auto in der Wekstatt war, oder? Mit dem Defekt am ESL hat das soweit nichts zu tun. Wenn in der Werkstatt über mehrere Stunden beim Arbeiten unten an der Lenksäule die Innenbeleuchtung und vielleicht auch noch das Radio an war, ist es nur verständlich, dass der Ladstand fällt. Durch das defekte ESL fährt auch keine Zündung hoch, dann wird auch nichts von der HV-Batterie nachgeladen. Für mich soweit alles nachvollziehbar.

    Ist mir unverständlich, dass das kein Rückruf auslöst.

    Sicherheitsrelevant ist das Thema nicht, von daher ist der Druck aus dem Kessel raus. Am Ende ist es dann nur eine Frage der Kosten, ob sich eine präventive Aktion rechnet, oder ob im Fehlerfall Einzelbehandlungen mit Abschleppkosten nicht doch die günstigere Lösung ist. Wenn da bei jedem Händler im Jahr weniger als 5 Fälle aufschlagen, ist die Frage glaube ich schnell beantwortet.


    EDIT:

    Die Schrauben mit denen das ESL an der Lenksäule befestigt ist, sind im Teilekatalog als "Breakaway Bolts" geführt, zu gut deutsch Abreißschrauben. Na denn viel Spass beim Rausbohren.... :rolleyes:

    Das sehe ich mal nicht so dramatisch. Wir wissen ja, dass beim Vorkonditionieren das Auto kpl. hochfährt, also Zündung an ist. In dem Moment wird die 12V Batterie schon aus der HV-Batterie gespeist. Wirklich den Motor laufen lassen wäre aus meiner Sicht nur notwendig, wenn die HV-Batterie auch down ist. Hängt das Auto auch noch an der Wallbox, ist eh genug Strom im System, dann sollte erst recht kein Problem mehr auftreten.

    Schade, dass dieser Artikel zum Großteil hinter der Bezahlschranke geblockt wird, aber das was zu lesen ist lässt erahnen, wie es bei Stellantis hinter den Kulissen zugeht. Einfach nur schockierend, wenn man sowas liest.


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    www.kfz-betrieb.vogel.de

    Das war bei meinem 2018er Compass auch schon so. Alle Beschwerden über den Unsinn haben nichts genutzt, das wollte man in Italien so haben und sie haben sich nicht davon abbringen lassen.